Schädlinge und Befall sind ein häufiges Problem bei Innen- und Projektbegrünungen. Ein frühzeitiges Erkennen, wirksames Bekämpfen und vorbeugendes Verhindern dieser Schädlinge ist entscheidend, um Schäden zu vermeiden und die Auswirkungen auf Ihr Unternehmen zu minimieren. Deshalb haben wir diesen Leitfaden erstellt: Er hilft Ihnen, die häufigsten Schädlinge schnell zu identifizieren und gibt Ihnen Tipps zu deren Bekämpfung.
Blattläuse
Erkennen
Es gibt viele verschiedene Arten von Blattläusen. Im Allgemeinen handelt es sich um kleine, birnenförmige Insekten von wenigen Millimetern Größe, die grün, schwarz, grau, rot oder gelb gefärbt sein können. Sie sind mit bloßem Auge sichtbar und sitzen oft in Gruppen an der Unterseite von Blättern und an jungen Trieben. Häufig hinterlassen sie ihre weißen Häutungsreste, an denen man ihre Anwesenheit gut erkennen kann.

Schäden
Die verschiedenen Blattlausarten verursachen auf unterschiedliche Weise Schäden an den Blättern:
Honigtau: Blattläuse scheiden Honigtau aus, eine klebrige Substanz, die Rußtaupilze anzieht. Ameisen werden vom süßen Honigtau angezogen; ihre Anwesenheit kann auf Blattläuse hinweisen.
Gelbe oder braune Flecken auf Blättern: Blattläuse saugen Zellsaft aus den Blättern. Die betroffenen Zellen verfärben sich gelb und braun.
Schlaffe und/oder verformte Blätter: Durch den Entzug von Pflanzensaft können Blätter verfärben, sich verformen, einrollen, erschlaffen oder kleiner werden.
Rosenpflanzen und Topfpflanzen mit weichem Laub, wie Calathea oder Alocasia, sind besonders anfällig für Blattläuse.

Bekämpfung
Da sich Blattläuse schnell vermehren, ist es wichtig, sie so schnell wie möglich zu bekämpfen. Dies kann auf folgende Arten geschehen:
Grüne Seifenlösung: Stellen Sie eine Lösung aus grüner Seife (10 ml auf 1 Liter Wasser) her, ggf. ergänzt mit etwas Spiritus, und sprühen Sie diese auf die befallenen Blätter. Die Behandlung muss regelmäßig wiederholt werden.
Brennnessel- oder Knoblauchextrakte: Stellen Sie ein Spray aus Brennnesselauszug (Brennnesseln 24 Stunden in Wasser ziehen lassen) oder Knoblauch (3 Knoblauchzehen in 1 Liter Wasser kochen) her und besprühen Sie die befallenen Blätter regelmäßig.
Einsatz von Nützlingen: Schlupfwespen, Florfliegen und Marienkäfer können in die befallenen Pflanzen eingesetzt werden; sie fressen die Blattläuse auf.

Schildläuse
Erkennen
Schildläuse sind kleine Insekten, die von einem harten, ovalen oder runden Schild bedeckt sind, der von hellbraun bis dunkelbraun gefärbt sein kann. Das Schild ist 1 bis 5 mm groß und sitzt fest an Stängeln oder an der Unterseite von Blättern. Schildläuse treten oft in Gruppen entlang der Blattadern oder in Blattachseln auf. Ein erstes Anzeichen ist häufig das Vorhandensein von klebrigem Honigtau auf Blättern und Stängeln sowie die Bildung von schwarzem Rußtaupilz auf der Blattoberfläche.

Schäden
Schildläuse verursachen sichtbare Schäden an den Blättern:
Honigtau und Rußtau: Wie Blattläuse scheiden Schildläuse Honigtau aus. Diese klebrige Substanz zieht Rußtaupilze an, wodurch Blätter schwarz werden und weniger Licht aufnehmen.
Gelbe oder braune Flecken auf Blättern: Durch das Anstechen und Aussaugen von Pflanzenzellen entstehen gelbliche bis bräunliche Flecken um die Stelle, an der die Schildlaus sitzt.
Wachstumsverzögerung: Durch die Blattschäden und den Verlust von Pflanzensaft kann das Wachstum der Pflanze stagnieren.

Bekämpfung
Schildläuse sind aufgrund ihres schützenden Schildes schwer zu bekämpfen. Für eine wirksame, natürliche Vorgehensweise befolgen Sie diese Schritte:
Mechanisches Entfernen: Schildläuse können vorsichtig mit einem Wattestäbchen, das in Bio-Alkohol (70 %) oder Neemöl getaucht wurde, von Blättern oder Stängeln entfernt werden. Dies ist vor allem bei leichtem Befall wirksam.
Besprühen mit grüner Seife: Besprühen Sie die befallenen Stellen mit einer Lösung aus grüner Seife (10 ml auf 1 Liter Wasser), sodass das Schild verschlossen wird und die Laus erstickt. Wiederholen Sie die Behandlung mehrfach.
Einsatz von Nützlingen: Schlupfwespen (z. B. Coccophagus) können eingesetzt werden. Diese legen ihre Eier in oder bei der Schildlaus ab und verringern so die Population.
Kontrollieren Sie die Pflanzen nach der Behandlung regelmäßig auf neue Exemplare, da sich Schildläuse gut verstecken und schnell zurückkehren können.

Trauermücken
Erkennen
Trauermücken (Sciaridae) sind kleine schwarze Fliegen von 2 bis 4 mm Größe, die wie winzige Fruchtfliegen aussehen. Erwachsene Tiere fliegen meist aus der Blumenerde auf, wenn die Topfpflanze bewegt oder gegossen wird. Die Larven sind durchsichtig weiß mit einem schwarzen Kopf und befinden sich vor allem in den obersten Zentimetern der Erde.

Schäden
Trauermücken sind relativ harmlos; nur die Larven können Schäden verursachen:
Gelbe oder schlaffe Blätter: Die Larven ernähren sich von organischem Material und feinen Wurzelhaaren. Dadurch können die Wurzeln geschädigt werden, was sich in gelben oder schlaffen Blättern zeigt.
Wachstumsverzögerung: Die Beschädigung des Wurzelsystems kann das Wachstum hemmen und schließlich zum Absterben der Pflanze führen.

Bekämpfung
Trauermücken lassen sich relativ einfach und wirksam bekämpfen:
Abdeckschicht aus Sand oder Zimt: Streuen Sie eine dünne Schicht Sand oder Zimtpulver auf die Blumenerde.
Gießmenge reduzieren: Trauermücken gedeihen in feuchten Umgebungen. Lassen Sie daher die Blumenerde zwischen den Wassergaben stärker abtrocknen.
Gelbtafeln: Stellen Sie gelbe Klebetafeln rund um die Pflanzen auf, um erwachsene Mücken zu fangen und die Population zu reduzieren.
Nematoden (Steinernema feltiae): Bringen Sie Nematoden in die Blumenerde ein. Diese parasitieren die Larven und bekämpfen den Befall wirksam.
Regelmäßige Kontrolle und schnelles Handeln sind wichtig, da sich Trauermücken in feuchter Umgebung schnell vermehren können.

Spinnmilben
Erkennen
Spinnmilben (Tetranychidae), oft einfach Spinnmilben genannt, sind sehr kleine spinnenartige Insekten von etwa 0,5 mm Größe. Mit bloßem Auge sind sie schwer zu erkennen, unter einer Lupe jedoch sichtbar als gelbgrüne, braune oder rote Punkte auf der Blattunterseite. Spinnmilben treten vor allem bei trockenem, warmem Wetter auf, wie in Sommerperioden. Ein deutliches Merkmal eines Befalls sind feine Gespinste, die zwischen Blättern, in Blattachseln oder entlang der Blattadern auftreten.

Schäden
Spinnmilben saugen Zellsaft aus den Blättern, was zu folgenden sichtbaren Schäden führt:
Kleine, helle Punkte: Durch das Saugen entstehen zahlreiche gelblich-weiße Punkte auf der Blattoberfläche.
Gelbe, graue oder braune Verfärbungen: Bei starkem Befall können größere Teile des Blattes gelb, grau oder braun werden.
Blattfall: Bei schwerem Befall können Blätter vorzeitig welken und abfallen.
Gespinste: In einem fortgeschrittenen Stadium werden feine Gespinste sichtbar, besonders an der Blattunterseite und in Blattachseln.

Bekämpfung
Spinnmilben vermehren sich bei Trockenheit sehr schnell. Eine wirksame, natürliche Bekämpfung umfasst mehrere Schritte:
Isolieren Sie die befallene Pflanze, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Luftfeuchtigkeit erhöhen: Spinnmilben mögen keine hohe Luftfeuchtigkeit. Besprühen Sie daher die Pflanzen regelmäßig mit Wasser oder verwenden Sie einen Luftbefeuchter.
Blätter und Stängel abspülen: Spülen Sie die befallenen Pflanzenteile gründlich mit Wasser ab, um Milben und Eier zu entfernen. Wiederholen Sie dies wöchentlich.
Pflanzenextrakte: Besprühen Sie die Pflanzen regelmäßig mit einer Lösung aus grüner Seife oder verdünntem Knoblauch- oder Brennnesselextrakt. Diese Mittel stören das Lebensumfeld der Milben.
Nützlinge einsetzen: Setzen Sie Raubmilben ein (z. B. Phytoseiulus persimilis oder Amblyseius californicus). Diese natürlichen Feinde jagen aktiv Spinnmilben und können den Befall wirksam unterdrücken.
Kontrollieren Sie die Pflanzen wöchentlich nach der Behandlung, da sich Spinnmilben unter wiederkehrend trockenen Bedingungen schnell erneut entwickeln können.

Thripse
Erkennen
Thripse (Thysanoptera) sind längliche Insekten von 1 bis 2 mm Größe, meist braun, schwarz oder gelb gefärbt. Sie bewegen sich schnell und befinden sich oft in Blattachseln oder an der Blattunterseite. Thripse treten vor allem im Sommer bei warmem und trockenem Wetter auf. Ein auffälliges Merkmal ist das Vorhandensein silbriger Streifen oder Flecken auf der Blattoberfläche, die durch ihr schabend-saugendes Fressverhalten entstehen.

Schäden
Thripse verursachen deutlich sichtbare Schäden, indem sie Pflanzenzellen aussaugen:
Silbrige Streifen und Flecken: Die abgestorbenen, ausgesaugten Zellen erscheinen silbrig oder bräunlich. Zunächst sind die Schäden an der Blattunterseite sichtbar, bei stärkerem Befall auch an der Oberseite.
Kleine schwarze Punkte: Typische Kotspuren der Thripse.

Bekämpfung
Thripse sind schwer zu bekämpfen, da sie sich schnell vermehren. Für eine wirksame Bekämpfung sollten alle Lebenszyklen mit verschiedenen Methoden angegangen werden:
Befallene Pflanzen isolieren und stark geschädigte Blätter entfernen.
Stellen Sie Klebefallen zwischen die Pflanzen, um erwachsene Thripse zu fangen und die Population zu überwachen.
Besprühen Sie die betroffenen Pflanzen regelmäßig mit einer Lösung aus grüner Seife (10 ml auf 1 Liter Wasser) oder verdünntem Neemöl. Achten Sie darauf, sowohl die Ober- als auch die Unterseite der Blätter gründlich zu behandeln. Wiederholen Sie dies möglichst wöchentlich.
Nützlinge einsetzen: Bei stärkerem Befall können natürliche Feinde eingesetzt werden, z. B. Larven der Florfliege (Chrysoperla carnea), die Larven und adulte Thripse fressen, oder Raubmilben (Amblyseius swirskii) gegen Thripslarven.
Wählen Sie einen kombinierten Ansatz mit verschiedenen Maßnahmen und Mitteln, um den Befall so schnell und effektiv wie möglich zu bekämpfen.

Weiße Fliege
Erkennen
Weiße Fliegen (Trialeurodes vaporariorum und Bemisia tabaci) sind kleine, weiße, mottenähnliche Insekten von etwa 1 bis 3 mm Größe. Sie befinden sich meist in großer Zahl auf der Blattunterseite. Wird die Pflanze berührt, fliegen sie schwarmartig auf. Neben den erwachsenen Weißen Fliegen findet man oft ihre ovalen, weiß-gelben Eier sowie die unreifen Stadien (Nymphen) als kleine schuppenartige Flecken an der Blattunterseite.

Schäden
Weiße Fliegen verursachen verschiedene sichtbare Schäden an den Blättern:
Gelbe Flecken oder Vergilbung: Durch Saugtätigkeit entstehen gelbe Flecken, und die Blätter vergilben nach und nach.
Blattkräuselung und Blattfall: Bei starkem Befall können Blätter sich kräuseln, welken oder vorzeitig abfallen.
Weiße Fliegen scheiden Honigtau aus, wodurch die Blätter klebrig werden und Rußtaupilze entstehen können.
Ein starker Befall kann das Wachstum hemmen und die Pflanze schwächen.

Bekämpfung
Eine erfolgreiche, natürliche Bekämpfung der Weißen Fliege erfordert einen kombinierten Ansatz:
Entfernen Sie befallene Blätter, um die Ausbreitung zu verhindern.
Besprühen Sie die Pflanzen mit einer Lösung aus grüner Seife oder Essig, insbesondere die Blattunterseiten. Wiederholen Sie dies wöchentlich.
Stellen Sie gelbe Klebetafeln zwischen die Pflanzen, um erwachsene Tiere zu fangen und den Befall zu überwachen.
Nützlinge: Setzen Sie Schlupfwespen (Encarsia formosa) oder Raubwanzen ein. Diese natürlichen Feinde sind wirksam gegen Eier und Nymphen der Weißen Fliege.

Wollläuse
Erkennen
Wollläuse (Pseudococcidae) sind kleine, ovale Insekten von 2 bis 5 mm Größe. Sie sind von einer weißen, wachsartigen, watteähnlichen Substanz bedeckt, wodurch sie wie kleine Wattebäusche aussehen. Sie treten häufig in Gruppen in Blattachseln, an Stängeln, unter Blättern und manchmal sogar an den Wurzeln auf. Aufgrund ihrer wolligen Schutzschicht sind sie leicht zu erkennen und mit bloßem Auge gut sichtbar.

Schäden
Wollläuse verursachen folgende sichtbare Schäden an Blättern:
Weiße, watteartige Stellen: Dort, wo viele Wollläuse sitzen, entstehen auffällige weiße, watteähnliche Flecken.
Gelbe oder welke Blätter: Durch das Saugen an Blättern und Stängeln entstehen gelbe Flecken, und die Blätter können erschlaffen oder welken.
Starker Befall kann zu frühem Blattfall und zu verlangsamtem Wachstum führen.
Wollläuse scheiden Honigtau ab, wodurch die Blätter klebrig werden und Rußtaupilze entstehen können.

Bekämpfung
Wollläuse sind wegen ihrer schützenden Wachsschicht schwer zu bekämpfen, aber eine natürliche Vorgehensweise kann wirksam sein:
Mechanisches Entfernen: Wollläuse können vorsichtig mit einem Wattepad oder Pinsel entfernt werden, der in Bio-Alkohol (70 %) oder Neemöl getaucht ist. Bei leichtem Befall regelmäßig wiederholen.
Befallene Blätter und Stängel mit einer Lösung aus grüner Seife (10 ml auf 1 Liter Wasser) oder verdünntem Neemöl besprühen. Behandlung wöchentlich wiederholen.
Nützlinge einsetzen: Setzen Sie Raubkäfer (Cryptolaemus montrouzieri) ein, die Wollläuse in allen Entwicklungsstadien fressen.

Dickmaulrüssler
Erkennung
Der Dickmaulrüssler ist ein Käfer, dessen Larven besonders schädlich für Pflanzen sind. Der ausgewachsene Käfer ist dunkelbraun bis schwarz, etwa 1 cm groß und besitzt einen charakteristisch gerillten Rücken. Er kommt hauptsächlich nachts hervor, um an Blättern zu fressen. Die Larven sind weiß mit braunem Kopf, beinlos und können bis zu 1,5 cm lang werden. Sie leben meist im Boden, wo sie an den Pflanzenwurzeln fressen.

Schäden
Der Dickmaulrüssler kann auf verschiedene Weise Schäden verursachen:
Fraß an Blättern: Die erwachsenen Käfer fressen nachts an den Blatträndern und hinterlassen typische halbkreisförmige Fraßspuren.
Wurzelschäden durch Larven: Die Larven fressen an den Wurzeln der Pflanzen, was zu erheblichem Schaden führt. Befallene Pflanzen wachsen schlecht, welken oder sterben ab – oft unbemerkt, da die Larven unter der Erde aktiv sind.
Empfindlich gegenüber dem Dickmaulrüssler sind unter anderem Taxus, Rhododendron, Hortensien und Erdbeeren.

Bekämpfung
Da die Larven im Boden leben, ist eine gezielte Bekämpfung notwendig:
Nematoden: Verwenden Sie natürliche Gegenspieler wie Nematoden der Arten Steinernema kraussei oder Heterorhabditis bacteriophora. Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer dringen in die Larven ein und töten sie ab. Anwendung mit Wasser auf feuchtem Boden, idealerweise im Frühjahr und/oder Herbst.
Natürliche Feinde: Laufkäfer und Vögel wie Amseln helfen bei der Reduzierung der erwachsenen Käfer.
Manuelle Entfernung: Kontrollieren Sie die Pflanzen abends mit einer Taschenlampe und sammeln Sie die Käfer von Hand ab.
Fallen: Legen Sie Bretter oder umgedrehte Blumentöpfe neben die Pflanzen – die Käfer verstecken sich tagsüber darunter und können anschließend entfernt werden.

Buchsbaumzünsler
Erkennung
Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) ist ein invasiver Nachtfalter, der vor allem Buchsbäume befällt. Die ausgewachsenen Falter besitzen weiße Flügel mit einem braunen Rand oder sind vollständig braun gefärbt. Sie sind hauptsächlich von Mai bis Oktober aktiv. Die Raupen sind hellgrün mit schwarzen Streifen und Punkten und können bis zu 4 cm lang werden. Man findet sie meist in dichten Gespinsten im Inneren der Buchsbäume.

Schäden
Der Buchsbaumzünsler verursacht in kurzer Zeit erhebliche Schäden:
Blattfraß: Die Raupen fressen große Teile der Blätter, wodurch die Pflanzen kahl werden.
Gespinste: Zwischen den Zweigen bilden sich dichte Gespinste mit Raupen und Kot.
Absterben der Pflanze: Bei starkem Befall trocknen die Sträucher aus und können ohne Behandlung absterben.

Bekämpfung
Manuelle Entfernung: Entfernen Sie Raupen, Gespinste und Fraßreste von Hand und schneiden Sie stark befallene Pflanzenteile zurück.
Biologische Bekämpfung: Verwenden Sie Präparate mit Bacillus thuringiensis, einem natürlichen Bakterium, das die Raupen infiziert.
Pheromonfallen: Bringen Sie Fallen an, um die Population der erwachsenen Falter zu überwachen und zu reduzieren.
Vorbeugung: Kontrollieren Sie Buchsbäume regelmäßig von Mai bis September auf Anzeichen eines Befalls.

Ölweiden-Blattfloh
Erkennung
Der Ölweiden-Blattfloh (Cacopsylla spp.) ist ein kleines, springendes Insekt, das wie eine winzige Zikade aussieht. Erwachsene Tiere sind meist gelbgrün bis bräunlich und etwa 3 mm groß. Sie treten vor allem an Ölweiden (Elaeagnus) auf.

Schäden
Verformte Blätter: Durch das Saugen an den Blättern verursacht der Blattfloh ein Aufrollen und Verformen der Blätter, teilweise auch Verdickungen.
Klebriger Honigtau: Wie Blattläuse scheiden sie Honigtau aus, der Rußtaupilze anzieht und die Blätter schwärzt.
Geschwächte Pflanzen: Ein starker Befall schwächt die Pflanzen und mindert ihre Zierwirkung.

Bekämpfung
Rückschnitt und Entfernung: Entfernen Sie befallene oder deformierte Blätter, um die Ausbreitung zu verhindern.
Grünseifenlösung: Sprühen Sie regelmäßig eine Lösung aus Wasser und Schmierseife (gegebenenfalls mit etwas Spiritus) auf die Blattunterseiten.
Natürliche Feinde: Marienkäfer und Florfliegen helfen bei der natürlichen Regulierung der Population.
Vorbeugende Kontrolle: Überprüfen Sie die Pflanzen regelmäßig im Frühjahr und bei warmem, trockenem Wetter.

Schnakenlarven
Erkennung
Schnakenlarven (auch Emelten genannt) sind die Larven der Wiesenschnaken. Sie sind graubraun, beinlos und können bis zu 4 cm lang werden. Sie leben in den oberen Bodenschichten und sind vor allem von Herbst bis Frühjahr aktiv. Die erwachsenen Schnaken sind häufig im Spätsommer oder Herbst in großer Zahl zu sehen.

Schäden
Wurzelschäden: Die Larven fressen an den Wurzeln von Gräsern und anderen Pflanzen, was gelbe oder kahle Stellen im Rasen verursacht.
Lockerer Rasen: Durch den Wurzelfraß löst sich der Rasen und stirbt in einzelnen Bereichen ab.
Vogelfraß: Vögel wie Krähen und Amseln picken im Rasen nach den Larven und verursachen zusätzliche Schäden.

Bekämpfung
Nematoden: Verwenden Sie Nematoden der Art Steinernema feltiae, idealerweise im Spätsommer oder Frühherbst. Diese parasitieren die Larven und bekämpfen sie auf natürliche Weise.
Rasen belüften: Eine gute Belüftung des Bodens macht ihn für die Eiablage der Schnaken weniger attraktiv.
Vögel fernhalten: Verwenden Sie Netze oder gespannte Fäden, um zu verhindern, dass Vögel den Rasen aufpicken.
Vorbeugung: Halten Sie den Rasen gesund und dicht, damit Schnaken dort keine Eier ablegen.
